Der Stoffwechseltyp

Noch nie war es schwerer als heute, sich vernünftig und richtig zu ernähren. Diese Aussage erscheint umso unverständlicher, als uns die Lebensmittelindustrie und auch die Medien täglich einreden, dass fast alle unsere die Nahrung betreffenden Probleme beseitigt seien. Doch sorgen gleichzeitig die Medien für eine Verunsicherung, denn es gibt kaum ein anderes Thema, das seit Jahren so kontrovers diskutiert wird. Ständig erscheinen neue Ernährungs- und Diätempfehlungen, die für eine zunehmende Verunsicherung und Abstumpfung sorgen. Die Anzahl der Diäten ist inzwischen unüberschaubar geworden. Und mehr noch, die Aussagen von Ernährungswissenschaftlern und Anbietern von Diäten widersprechen sich oft! Es geht sogar noch weiter: Alle seriösen Anbieter können tatsächlich wissenschaftlich dokumentierte Erfolge ihrer Methoden und viele zufriedene Anhänger vorweisen.
Es stellt sich die simple Frage: Welche dieser Methoden ist wirklich die Richtige?

Oder anders gefragt: Wie ernährt man sich denn nun richtig?

Nach den Erkenntnissen, die zur Entwicklung des Metabolic Typing geführt haben, kann diese Frage nicht korrekt beantwortet werden, weil sie falsch formuliert ist. Der Fehler liegt in dem Trugschluss, dass es eine Ernährungsform für alle Menschen gäbe. Bereits die Tatsache, dass menschliche Ernährungsgewohnheiten sich regional und kulturell unterscheiden, weist nach dieser Auffassung auf die unterschiedlichen Bedürfnisse hin. Die Kernaussage ist danach: Jeder Mensch hat in Bezug auf seine Nahrungsmittel unterschiedliche Anforderungen.
Die richtig formulierte Frage sollte also lauten: Wie ernähre ich mich richtig?
Der Begriff "Stoffwechsel" beschreibt verschiedene biochemische körpereigene Vorgänge zur Gewinnung von Energie aus Nahrung als Oberbegriff. So gibt es z.B. einen speziellen Stoffwechsel für die Energiegewinnung aus Kohlenhydraten, einen weiteren für Fette, einen für Eiweiß usw.
Der "Stoffwechsel" beinhaltet die Summe vieler biochemischer und physikalischer Abläufe im Körper, die das Leben erhalten. Er orientiert sich am augenblicklichen Bedarf des einzelnen Menschen. Aus diesem Grund ist der Stoffwechsel keine feste, sondern eine variable Größe, die u.a. von genetischen, hormonellen und psychischen Faktoren gesteuert wird. Das aktuelle Zusammenspiel der am Stoffwechsel beteiligten Faktoren hat im Rahmen des Metabolic Typing zur Entwicklung verschiedener "Stoffwechseltypen" geführt.
Es gibt demnach mehrere unterschiedliche Stoffwechseltypen mit einem unterschiedlichen Bedarf an Nährstoffen.
Jedem einzelnen Typ werden unterschiedliche spezifische Nahrungsmittel und Nahrungsergänzungsmittel zugeordnet. Außerdem wird für jeden Stoffwechseltyp eine unterschiedliche prozentuale Zusammensetzung der einzelnen primären Nahrungsbestandteile (Kohlenhydrate, Eiweiß und Fett ) empfohlen.
Nach dem Metabolic Typing ist die Voraussetzung für eine qualifizierte und auf den einzelnen Menschen zugeschnittene Ernährungsberatung die Kenntnis von seiner augenblicklichen Stoffwechsellage und der aktuellen Zugehörigkeit zu einem der Ernährungstypen.
Optimale Gesundheit ist danach nur mit einer typgerechten Ernährung möglich. Nicht optimale Ernährung kann zu einem Nährstoffmangel bzw. zu einer Mangelernährung führen, und damit nimmt die Anfälligkeit für akute Krankheiten und degenerative Prozesse zu. Krankheit ist oftmals die Folge eines entgleisten Stoffwechsels. Aus diesem Grund sollten nach den Erkenntnissen des Metabolic Typing alle Menschen, die ihre Gesundheit verbessern oder erhalten wollen, sinnvoll und notwendig, den aktuellen Stoffwechseltyp zu kennen und sich dementsprechend zu ernähren.
Die entsprechenden Ernährungsempfehlungen sollen einen gestörten Stoffwechsel ins Gleichgewicht bringen. Das geschieht, indem der jeweils geschwächte Anteil durch gezielte Nahrungsmittelauswahl unterstützt werden soll. Gleichzeitig sollen solche Nahrungsmittel, welche dem geschwächten Anteil schaden, vorübergehend weggelassen werden.
Bei dieser Ernährungsform soll also durch die richtige Menge und Auswahl der Nahrungsmittel ein biochemisches Gleichgewicht hergestellt werden. Ziel ist es danach, den Energiezustand und damit die Vitalität deutlich zu verbessern, denn die Lebensqualität ist abhängig von der Energie, die im Körper aus den zugeführten Nahrungsmitteln hergestellt wird.
Durch die Zufuhr der richtigen Nahrungsmittel soll sich der Stoffwechsel in Richtung "Normalität" verändern, und es wird sich nach dem Modell des Metabolic Typing ein anderer Stoffwechseltyp mit einem veränderten Bedarf an Nährstoffen herausbilden. Kontrollmessungen sollen ca. alle 6 – 8 Wochen durchgeführt werden. leist. Nach Diese Kontrollmessungen sollen so lange durchgeführt werden, bis sich der Gesundheitszustand stabilisiert hat. Danach reicht eine Kontrollmessung alle 6 bis 12 Monate aus